Computertechniker wegen Spionage zum Tode verurteilt

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Computertechniker wegen Spionage zum Tode verurteilt. beck-aktuell, 21.04.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/177471)
Ein Computertechniker ist in China wegen Spionage zum Tode verurteilt worden. Ihm wurde vorgeworfen, 150.000 vertrauliche Dokumente an einen ausländischen Geheimdienst gegeben zu haben. Dies berichtete das chinesische Staatsfernsehen am 20.04.2016.
Vorwurf: Weitergabe geheimer Dokumente und militärischer Codes
Der geständige Huang Yu wurde in orangefarbener Gefängnisweste und Handschellen im Fernsehen vorgeführt. Der 41-Jährige habe für ein Institut in der südwestchinesischen Stadt Chengdu gearbeitet, das sich auf Verschlüsselung spezialisiert habe. Für 700.000 US-Dollar soll er auf Reisen nach Südostasien, Hongkong und Macao zwischen 2002 und 2011 Informationen an Agenten weitergegeben haben, darunter 90 hochgeheime Dokumente und auch militärische Codes.
Kampf gegen Spionage in China verschärft
Es ist einer der größten, bekannt gewordenen Spionagefälle in China der vergangenen Jahre. Zuletzt war im November 2008 der Geschäftsmann und Biomediziner Wo Weihan trotz internationaler Appelle wegen angeblicher Spionage für Taiwan hingerichtet worden. Seither hat China seinen Kampf gegen Spionage noch verschärft und gerade diese Woche erst wieder vor ausländischer Agententätigkeit gewarnt. Mit der Veröffentlichung des Falls fünf Jahre nach der Festnahme des Technikers könnte die Regierung ihre Entschlossenheit im Kampf gegen Geheimnisverrat demonstrieren wollen.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
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Computertechniker wegen Spionage zum Tode verurteilt. beck-aktuell, 21.04.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/177471)



