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Liechtenstein übermittelt künftig Kontodaten an EU-Staaten

Medienverbot statt Medienkompetenz?

Im Kampf gegen Steuerflucht hat die EU nun auch mit Liechtenstein ein Abkommen über den Austausch von Kontodaten geschlossen. "Der verstärkte Informationsaustausch wird es den Steuerbehörden erleichtern, Steuerhinterzieher aufzuspüren, und gleichzeitig davor abschrecken, Einkünfte und Vermögen im Ausland zu verbergen", teilte die EU-Kommission am 28.10.2015 in Brüssel mit. Die Übermittelung von Daten werde bereits 2017 starten.

Informationsaustausch erfolgt automatisch

Im Rahmen des Informationsaustausches erhalten EU-Staaten künftig automatisch detaillierte Angaben zu Bürgern, die in Liechtenstein ein Konto besitzen. Unter anderem werden Namen, Anschriften, Steuer-Identifikationsnummern und Kontensalden übermittelt. Bereits im Mai 2015 hatte die EU ein ähnliches Abkommen mit der Schweiz unterzeichnet. Verhandlungen mit Andorra, San Marino und Monaco stehen nach Kommissionsangaben vor dem Abschluss.