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Zwangsvollstreckung

Mehr Artikel zu diesem Tag

Der Namenszug der Intendantin genügt nicht
Vollstreckung von Rundfunkgebühren

Der Namenszug der Intendantin genügt nicht

Der BGH hat klargestellt: Für ein elektronisches Vollstreckungsersuchen reicht der Namenszug der BR-Intendantin allein nicht aus. Die einfache elektronische Signatur müsse dokumentieren, dass die Person den Inhalt tatsächlich verantwortet – etwa durch ein Standardverfahren.

Isoliertes Schuldanerkenntnis kann nicht mehr vollstreckt werden
Bei verjährter Hauptforderung

Isoliertes Schuldanerkenntnis kann nicht mehr vollstreckt werden

Zur Sicherung eines Darlehens gab ein Unternehmer vor fast dreißig Jahren ein Schuldanerkenntnis ab – die Vollstreckung scheitert nun vor dem BGH. Nach dem BGB sollten sichernde Schuldanerkenntnisse die Verjährung der Hauptforderung eigentlich überleben, doch die Grenzen waren bislang umstritten.

Ohne Hecke kein Stabmattenzaun
Ein bisschen weniger Zaun reicht nicht

Ohne Hecke kein Stabmattenzaun

Wer einen unzulässigen Zaun vollständig beseitigen soll, kommt mit Teillösungen nicht weiter. Das OVG Münster hat Zwangsgelder gegen Grundstückseigentümer bestätigt, die nur nachgebessert, einen beanstandeten Stabmattenzaun aber nicht entfernt hatten.

Agoraphobie kann Grund für Unpfändbarkeit sein
Auto gegen Angst

Agoraphobie kann Grund für Unpfändbarkeit sein

Das FG Münster hat die Pfändung eines Pkw gestoppt. Der Grund: Platzangst kann zur Unpfändbarkeit eines Kfz aus gesundheitlichen Gründen führen.

Vollstreckungsbescheid auf der Hausflurtruhe
Briefkasten mal anders

Vollstreckungsbescheid auf der Hausflurtruhe

Jahrzehntelang legt der Postbote die Briefe einfach auf eine Truhe im Hausflur eines Bauernhauses. Ein Vollstreckungsbescheid über mehr als 120.000 Euro landet ebenfalls dort – und gilt als zugestellt. Das LG Lübeck wertet diese gelebte Praxis als wirksame Ersatzzustellung.

Faktischer Geschäftsführer muss Vermögensauskunft erteilen
Ahnungslose Strohfrau

Faktischer Geschäftsführer muss Vermögensauskunft erteilen

Kann eine GmbH-Geschäftsführerin im Termin zur Vermögensauskunft keine Angaben zu ihrem Unternehmen machen, so kann der faktisch verantwortliche Alleingesellschafter geladen werden. Gläubigerrechte dürften nicht durch Einschaltung eines Strohmanns unterlaufen werden, so der BGH.

Generalbundesanwalt darf nur in Ausnahmefällen ans Grundbuch
Zwangsvollstreckung

Generalbundesanwalt darf nur in Ausnahmefällen ans Grundbuch

Der Generalbundesanwalt darf für die Beitreibung von Verfahrenskosten nicht ohne Weiteres Zwangshypotheken eintragen lassen. Die GBO stehe dem GBA insoweit im Weg, meint der BGH.

Zwangsvollstreckung soll digitaler werden

Zwangsvollstreckung soll digitaler werden

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Digitalisierung der Zwangsvollstreckung beschlossen. Ziel ist ein einfacheres, papierloses Verfahren. Auch eine zentrale Datenbank für Vollstreckungstitel ist geplant – mit offenem Zeitplan.

Michael Wendler gilt nach Urteil offiziell als vorbestraft

Michael Wendler gilt nach Urteil offiziell als vorbestraft

Schlagerstar Michael Wendler ("Sie liebt den DJ", "Egal") gilt seit dem 7. Oktober offiziell als vorbestraft. Nach einem Urteil des LG Duisburg wegen Beihilfe zur Vereitelung einer Zwangsvollstreckung hat der Sänger alle Rechtsmittel ausgeschöpft.

Russland muss Yukos-Aktionären 50 Milliarden zahlen

Russland muss Yukos-Aktionären 50 Milliarden zahlen

Russland hatte den Ölkonzern Yukos aus politischen Gründen zerschlagen. Die Aktionäre gingen leer aus. Doch sie haben Anrecht auf Schadensersatz, entschied der Hohe Rat der Niederlande.