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Zwangsvollstreckung

Mehr Artikel zu diesem Tag

Auch Millionen in Immobilien retten die Anwaltszulassung nicht
Vermögensverfall

Auch Millionen in Immobilien retten die Anwaltszulassung nicht

Mehrere Millionen Euro Immobilienvermögen, Gold und hohe Mieteinnahmen – trotzdem verlor ein Anwalt seine Zulassung. Der AGH Nordrhein-Westfalen erklärt, warum Reichtum auf dem Papier nicht genügt.

Pfändungspfandrecht übersteht Prozessvergleich
Vergleich in zweiter Instanz

Pfändungspfandrecht übersteht Prozessvergleich

Ein Prozessvergleich beendet zwar den Rechtsstreit – aber nicht zwangsläufig eine bereits erlangte Sicherheit. Fehlt eine gegenteilige Vereinbarung, bleibt ein bereits erlangtes Pfändungspfandrecht dem BGH zufolge regelmäßig bestehen.

Rente von Hanno Berger ohne Selbstbehalt gepfändet
Cum-Ex-Skandal

Rente von Hanno Berger ohne Selbstbehalt gepfändet

Das OLG Frankfurt am Main hat bestätigt, dass der Cum-Ex-Initiator Hanno Berger auf seine Rentenansprüche verzichten muss. Da sein Existenzminimum in Haft gesichert sei, stehe ihm bei der Pfändung seiner Rente kein Selbstbehalt mehr zu.

Gehalt der Ehefrau hat keinen Einfluss auf Freibetrag
Unterhaltspfändung

Gehalt der Ehefrau hat keinen Einfluss auf Freibetrag

Anders als im Sozialrecht müssen Ehegatten im Zwangsvollstreckungsrecht nicht finanziell füreinander einstehen. Das entschied der BGH für Unterhaltspfändungen. Die Pfändungsfreigrenze eines Mannes bleibe vom Gehalt seiner neuen Ehefrau unberührt.

Titel braucht qeS-Beglaubigung
Zustellung Anwalt zu Anwalt

Titel braucht qeS-Beglaubigung

Ein Arbeitszeugnis war tituliert, die Arbeitgeberin lieferte nicht. Doch im Zwangsvollstreckungsverfahren traf es am Ende die Arbeitnehmerin: Sie blieb auf den Verfahrenskosten sitzen. Das LAG Hamm machte den entscheidenden Fehler im beA-Verkehr aus.

Ab Juli steigen die Pfändungsfreigrenzen
Zwangsvollstreckung

Ab Juli steigen die Pfändungsfreigrenzen

Arbeitseinkommen wird ab dem 1. Juli 2026 erst bei höheren Beträgen pfändbar. Das Bundesjustizministerium hat die Freigrenzen angehoben.

BGH verneint Erstattung der Kosten als Verzugsschaden
Schufa-Auskunft

BGH verneint Erstattung der Kosten als Verzugsschaden

Holt ein Gläubiger vor Klageerhebung eine Schufa-Bonitätsauskunft über seinen Schuldner ein, muss dieser die Kosten dafür nicht erstatten. Das hat der BGH in zwei Parallelfällen entschieden – und damit der gängigen Inkassopraxis eine klare Grenze gesetzt.

Kiosk-Betreiber muss Greifautomaten entfernen
Unzulässiges Gewinnspiel

Kiosk-Betreiber muss Greifautomaten entfernen

Retouren-Päckchen im Greifautomaten: Ein Kioskbetreiber macht aus der Überraschung ein Geschäftsmodell. Für das VG Minden kein harmloser Spaß, sondern ein erlaubnispflichtiges Gewinnspiel.

Der Namenszug der Intendantin genügt nicht
Vollstreckung von Rundfunkgebühren

Der Namenszug der Intendantin genügt nicht

Der BGH hat klargestellt: Für ein elektronisches Vollstreckungsersuchen reicht der Namenszug der BR-Intendantin allein nicht aus. Die einfache elektronische Signatur müsse dokumentieren, dass die Person den Inhalt tatsächlich verantwortet – etwa durch ein Standardverfahren.

Isoliertes Schuldanerkenntnis kann nicht mehr vollstreckt werden
Bei verjährter Hauptforderung

Isoliertes Schuldanerkenntnis kann nicht mehr vollstreckt werden

Zur Sicherung eines Darlehens gab ein Unternehmer vor fast dreißig Jahren ein Schuldanerkenntnis ab – die Vollstreckung scheitert nun vor dem BGH. Nach dem BGB sollten sichernde Schuldanerkenntnisse die Verjährung der Hauptforderung eigentlich überleben, doch die Grenzen waren bislang umstritten.