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Handelsregister

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Unterschrift und Privatadresse muss nicht im Handelsregister stehen bleiben
Zu viel des Guten

Unterschrift und Privatadresse muss nicht im Handelsregister stehen bleiben

Bei aller Liebe zur Transparenz – der BGH hat nun entschieden, dass sogenannte überobligatorische Daten nicht um jeden Preis im Handelsregister verbleiben müssen. Geschäftsführer zweier Komplementär-GmbHs konnten daher auf Antrag ihre Unterschriften sowie Privatadressen streichen lassen.

Handelsregister muss Versalien-Schreibweise akzeptieren
Groß geplant

Handelsregister muss Versalien-Schreibweise akzeptieren

Eine Gesellschaft kann verlangen, dass ihr Firmenname in Versalien ins Handelsregister eingetragen wird. Denn Handelsregisterdaten würden oft automatisiert übernommen und weiterverbreitet, so das OLG Frankfurt a.M. Für die Übernahme sprächen auch neue Vorgaben bei Banküberweisungen.

Elektronische Beglaubigung der analogen Unterschrift reicht aus
Handelsregistereintrag

Elektronische Beglaubigung der analogen Unterschrift reicht aus

Ein GmbH-Geschäftsführer meldete die Auflösung seiner Gesellschaft auf Papier zum Handelsregister an, der Notar beglaubigte die Echtheit der Unterschrift elektronisch – das Registergericht verlangte eine Papierbeglaubigung der Unterschrift. Der BGH hat dieses Hindernis nun ausgeräumt.

"Geschäftsführer" und "Geschäftsführung" sind nicht dasselbe
Handelsregister gendert nicht

"Geschäftsführer" und "Geschäftsführung" sind nicht dasselbe

Eine städtische GmbH beantragte, dass der Begriff "Geschäftsführer" stattdessen als "Geschäftsführung" eingetragen werden sollte. Doch das Handelsregister kennt keine "moderne Sprache", meint das OLG Düsseldorf. Das generische Maskulinum reiche zur Gleichbehandlung aus.

Gesellschafter kann Handelsregistereintrag nicht löschen lassen
Auch wenn er falsch ist

Gesellschafter kann Handelsregistereintrag nicht löschen lassen

Der BGH hat entschieden, dass ein Gesellschafter nicht die Löschung einer Handelsregistereintragung über die Auflösung der Gesellschaft verlangen kann, selbst wenn die Eintragung nicht der Beschlusslage entspricht. Dies beeinträchtige nicht seine subjektiven Rechte, der Senat verweist ihn auf den Zivilrechtsweg.

Das EU-Gesellschaftsrecht auf Modernisierungskurs
Digitalisierungsrichtlinie II

Das EU-Gesellschaftsrecht auf Modernisierungskurs

Mit einer neuen Richtlinie macht die EU Unternehmen das Leben leichter, indem sie unnötige Formalitäten abschafft und Register vereinheitlicht, erklären Philip Maximilian Bender und Maximilian Wosgien. Dazu gibt es Bescheinigungen und Vollmachten made in Brussels.

Portal für KI-Unternehmensauskunft haftet als Störer
Versehentlich vermögenslos

Portal für KI-Unternehmensauskunft haftet als Störer

Auf dem Portal eines Wirtschaftsinformationsdienstes wurde fälschlich die Vermögenslosigkeit eines Unternehmens mitgeteilt. Dass die Auskunft voll automatisch mithilfe Künstlicher Intelligenz erfolgte, entband den Dienst nicht von seiner Haftung auf Unterlassung. Das LG Kiel verurteilte ihn als Störer.

Eintragungen ins Handelsregister werden teurer

Eintragungen ins Handelsregister werden teurer

Das Bundesjustizministerium hat in einem Referentenentwurf eine Änderung der Handelsregistergebührenverordnung angekündigt. Insbesondere sollen, zum ersten Mal seit 2011, die Eintragungsgebühren steigen.

Kein Anspruch auf Einschreiten des Registergerichts
Unzulässiger Kanzleiname

Kein Anspruch auf Einschreiten des Registergerichts

Die Alleinerbin eines Anwalts wollte über das Registergericht unterbinden lassen, dass dessen Name nach einer Fusion im Kanzleinamen fortgeführt wird. Laut BGH dient das Firmenmissbrauchsverfahren beim Registergericht aber nur öffentlichen Interessen, ein subjektives Recht auf Einschreiten gibt es nicht.

Geschäftsführer muss persönliche Daten im Handelsregister dulden

Geschäftsführer muss persönliche Daten im Handelsregister dulden

Geschäftsführer von Gesellschaften müssen mit der Veröffentlichung ihrer persönlichen Daten im Handelsregister leben, auch wenn sie sich dadurch gefährdet sehen. Ein Anspruch auf Löschung des Geburtsdatums und Wohnorts ergebe sich weder aus der DS-GVO noch aus nationalem Recht, entschied der BGH.