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Fahrverbot

Mehr Artikel zu diesem Tag

Kein automatischer Fahrerlaubnisentzug
Betrunken auf dem E-Roller

Kein automatischer Fahrerlaubnisentzug

Schlangenlinien, Alkohol – aber kein Entzug der Fahrerlaubnis: Das AG Hamburg-St. Georg verneinte bei einer Trunkenheitsfahrt mit dem E-Roller die Regelvermutung des § 69 Abs. 2 Nr. 2 StGB, dass der Fahrer ungeeignet für den Straßenverkehr ist. Ein E-Roller sei etwas anderes als ein Auto.

Parkhäuser gehören zum öffentlichen Verkehr
Schranke zu, Lappen weg

Parkhäuser gehören zum öffentlichen Verkehr

Als ein Autofahrer mit fast zwei Promille das Parkhaus verlassen wollte, sperrte eine Mitarbeiterin die Schranke. Vor Gericht argumentierte er, dass das keine Trunkenheit "im Verkehr" gewesen sein könne, da man ihn auf Privatgelände eingesperrt habe. Das BayObLG folgte dieser Spitzfindigkeit nicht.

Harndrang rettet nicht vor Bußgeld
Beim Fahren einfach laufen lassen

Harndrang rettet nicht vor Bußgeld

Wer mit mehr als 50 km/h in einer 30er-Zone erwischt wird, kann sich nicht auf seine besonders schwache Blase berufen. Ob Windeln oder "einfaches Einnässen" – das AG Dortmund sieht zahlreiche Alternativen zur Verkehrssünde.

Handy-Führerschein soll kommen - Diskussion um Blitzerapps

Handy-Führerschein soll kommen - Diskussion um Blitzerapps

Digitaler Führerschein, Parkkontrollen mit Kameraautos und Lockerungen beim Bewohnerparken: Schwarz-Rot will das Straßenverkehrsgesetz ändern. Die Länder fordern härteres Vorgehen gegen Blitzerapps.

Eine Frage des Gewichts

Eine Frage des Gewichts

Die Corona-Pandemie ist lange vorbei, trotzdem erfreuen sich Wohnmobile weiterhin großer Beliebtheit und lassen so manches andere Statussymbol reichlich alt aussehen. Wo es früher noch „Mein Haus, mein Auto, meine Yacht“ hieß, reicht heutzutage ein schlichtes: „Mein Camper“. Damit ist nämlich alles gesagt: Man ist hip und hegt ein Faible für das wilde freie Leben auf der Überholspur. Wobei das mit der Überholspur alle WoMo-Fans unter unseren Lesenden nicht zu wörtlich nehmen sollten. 

"Cannabis-Ausweis" schützt nicht vor Fahrverbot
Lizenz zum Kiffen

"Cannabis-Ausweis" schützt nicht vor Fahrverbot

Der Joint vom Vorabend sei Medizin gewesen, jedenfalls laut seinem Online-Arzt, machte ein Fahrer geltend, als er mit einem unzulässigen THC-Gehalt im Blut erwischt wurde. Das AG Hamburg-Wandsbek verhängte dennoch ein Bußgeld und ordnete ein Fahrverbot an. Der "Cannabis-Ausweis" sei keine Verschreibung im Sinne des Gesetzes.

pdf-Datei auch bei Fotos ausreichend
Akteneinsicht

pdf-Datei auch bei Fotos ausreichend

Einsicht in eine bei Gericht elektronisch geführte Akte wird in der Regel durch Übersendung einer pdf-Datei der Akte gewährt. Das ist nicht zu beanstanden, und zwar auch dann nicht, wenn die Akte auch Fotos enthält, meint das OLG Frankfurt a.M.

Das ist keine ausreichende Mitwirkung im OWi-Verfahren
Fake-Adresse und Fantasiename

Das ist keine ausreichende Mitwirkung im OWi-Verfahren

Wer zur Aufklärung eines Verkehrsverstoßes eine bloße "Briefkastenadresse" und fiktive Personalien angibt, wirkt nicht ausreichend mit. Selbst dran schuld also, wenn man sodann zur Führung eines Fahrtenbuches verdonnert wird.

Buchführung

Buchführung

Wer steht schon gerne zu seinen Fehlern, vor allem zu solchen, die im Straßenverkehr begangen wurden und bei denen eigentlich nichts oder nichts Gravierendes passiert ist, die aber massive Folgen haben können? Und so nimmt es nicht wunder, dass man sich in solchen Fällen bei Bußgeldstelle und Gericht nach Kräften rauszureden versucht. 

"Sachverständige Person" despektierlich?
Im Urteil gegendert

"Sachverständige Person" despektierlich?

Die Generalstaatsanwaltschaft war mit der Entscheidung eines Amtsgerichts in einer Bußgeldsache juristisch nicht einverstanden. Doch interessanter ist die Kritik in der B-Note: Geschlechtsneutrale Formulierungen hätten in einem Urteil eigentlich nichts verloren, meint auch das OLG Naumburg.