Verurteilter will höhere Strafe

Zitiervorschlag
Verurteilter will höhere Strafe. beck-aktuell, 20.09.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/170156)
Ein Mann, der seine Ex-Freundin mit einer Säure-Attacke schwer verletzt hat, will vor Gericht eine höhere Strafe für sich erreichen. Der Täter legte Revision gegen das Urteil von zwölf Jahren Haft ein, obwohl er den Richterspruch im Gerichtssaal vor wenigen Wochen noch akzeptiert hatte. Inwieweit die Revision zulässig sei, müsse der Bundesgerichtshof entscheiden, teilte das Landgericht Hannover am 20.09.2016 mit.
Verteidiger: Angeklagter hat Folgen des Revisionsverzichts nicht überblickt
Der 33-Jährige war Ende August wegen schwerer Körperverletzung vom Gericht zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Nun habe er in einem Brief an den Vorsitzenden Richter geschrieben, er wolle 15 statt 12 Jahre, berichtete die “Hannoversche Allgemeine Zeitung“. Der Verurteilte habe die Folgen seines Revisionsverzichts nicht überblickt, brachte der Verteidiger vor.
Opfer wurde schwer entstellt
Weil er sich nach der Trennung von seiner 27-jährigen Freundin erniedrigt fühlte, habe er ihr Industrierohrreiniger ins Gesicht gekippt, hatte der Mann in seinem Geständnis gesagt. Die junge Frau wurde bei der Attacke Mitte Februar schwer entstellt. “Ich möchte keine Revision einlegen, in anderen Ländern hätte ich die Todesstrafe erhalten“, hatte der Verurteilte vor vier Wochen gleich nach dem Schuldspruch gesagt. Nichts anderes als die lange Haftstrafe habe er verdient. Auch die junge Frau als Nebenklägerin hatte daraufhin auf eine Revision verzichtet.
- Redaktion beck-aktuell
- dpa
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Verurteilter will höhere Strafe. beck-aktuell, 20.09.2016 (abgerufen am: 13.05.2026 von https://www.beck-aktuell.de/node/170156)



